Anwendung findet die klassische Massage in mehreren Bereichen. Je nach Anwendungsgebiet kann sie entspannend, aber auch anregend wirken (Muskelgrundspannung muss erhöht werden bei gelähmten Hunden zB).

Durch Schonhaltung oder Entlastung von Gliedmaßen, kommt es zu Überbelastungen der eigentlich gesunden Strukturen des Körpers. Wir kennen das von uns: Das Knie schmerzt, wir entlasten automatisch. Ist das Knie wieder in Ordnung, kommt es nicht selten vor, dass das andere Knie schmerzt oder gar der Rücken. Und wie wohltuend ist dann eine Massage?!

Unseren Hunden geht es da nicht anders. 

Muskeln werden überbeansprucht, es kommt zu Verhärtungen. Ein physiologisches (ein gesundes) Gangbild ist nicht möglich, da es von Schmerzen begleitet wird. 

Auch unseren älteren Hunden tut eine therapeutische Massage immer sehr gut und verschafft Erleichterung. Vielleicht noch begleitend von einer Wärmetherapie, unsere Senioren werden es lieben.

Sporthunde können ebenso von den Massagen profitieren. Wie oben schon beschrieben, können sie entspannend und anregend wirken, je nach Massagetechnik. Ob vor oder nach dem sportlichen Einsatz, beides ist empfehlenswert. Kombiniert mit Dehnungen und Wärmetherapie können Verletzungen vorgebeugt werden.

Wir haben mehrere Wirkungen, die durch die Massage ausgelöst werden. Grob zusammenfassen kann man sie folgender Maßen:

 

- Stoffwechselanregend

- mechanische Lösung von Verklebungen

- Muskeltonussenkend-oder erhöhend

- psychologische Wirkungen: Entspannung, Beruhigung,

   Verbessertes Körpergefühl und einiges mehr.

 

Wie man sieht, sind die Einsatzmöglichkeiten der klassischen Massage sehr vielfältig. Der Hauptaspekt liegt auch hier in der Schmerzlinderung. Die meisten Hunde tolerieren die Behandlung sehr gut, wenn sie erstmal gemerkt haben, wie wohltuend sie ist. Manchmal sind mehrere Termine nötig, um dem Hund die Ruhe zu vermitteln, die wir für ein optimales Ergebniss brauchen. Aber dies ist, wie alles in der Physiotherapie, ganz individuell.